Operantes Konditionieren, ein Stichwort das Alles sagt, oder nicht?
Hier stellt sich die Frage wie man dies auf sein eigenes Leben spiegeln kann. Mein erster Eindruck war "garnicht" aber nach einigen Überlegungen bin ich darauf gekommen, dass eine meiner maßgeblichen Lernstrategien, bzw. die Einführung einer Kaffeepause eben gerade Ergebnis von operativer Konditionierung ist. Als Historiker muss man ungeheuere "Materialschlachten" schlagen und Pausen kommen meistens ungelegen oder stören. Da man immer "noch eben diesen Beitrag" zuende lesen will, "mal eben den Gedanken noch aufschreiben will", kurzum dann doch am Schreibtisch bleibt.
Ich selber habe mich dazu gezwungen bestimmte Seitenziele oder Arbeitsschritte als "Pausenmarker" zu nehmen. Fern vom Arbeitsplatz löst dies ein Gefühl des "ich habe etwas geschafft" aus und wirkt zugleich als Belohnung und gewährt neue Kraft für die Rückkehr. Besonders in zähen Momenten motiviert dies aber auch "durchzuhalten" und nicht abzubrechen um die nächste Markierung zu erreichen.
Eine durchaus auftretende Kehrseite ist die Ernüchterung falls sich Strukturänderungen oder unerwartete Probleme einschleichen. Diese bringen die festen Markierungen durcheinander und man verbringt dann mindestens eine Pause mit der Neugestaltung der kommenden Pausenschemata.